"… Früh morgens, meißt um 6 Uhr, ein wenig früher, ein wenig später - steh´ ich auf - ist das Wetter schön, geh´ ich in den Wald - ich male dort einen kleinen Buchenwald (bei Sonne) mit einigen Nadelbäumen untermischt, das dauert bis 8 Uhr, da wird gefrühstückt, darnach kommt ein Seebad, mit aller Vorsicht genommen - hierauf wieder ein wenig malen, bei Sonnenschein ein Seebild, bei trübem Wetter eine Landschaft vom Fenster meines Zimmer… So wird´s Mittag, nach dem Essen kommt ein Schläfchen… vor oder nach der Jause ein zweites Seebad… Nach der Jause kommt wieder die Malerei, eine große Pappel in der Dämmerung bei aufsteigendem Gewitter… es kommt die Dämmerung - das Nachtmal - dann zeitlich zu Bett und wieder zeitlich morgens heraus aus den Federn. Ab und zu ist in diese Tagestheilung noch ein kleines Rudern eingeschaltet, um die Muskeln ein wenig aufzurütteln…"
So beschrieb Gustav Klimt seinen genauen Tagesablauf in seine Briefe an Mizzi Zimmermann zwischen 1900 und 1903…
Illustrierte Biographie über Gustav Klimt. Technik: Computerzeichnung. |